Gelegentlich lese ich Bücher über die Orte, an die ich als nächstes reisen möchte. Und nein, damit meine ich nicht einen Reiseführer, sondern Romane oder Reiseberichte. Manchmal lese ich sie auch erst vor Ort, so wie all diese, die ich in den letzten Monaten gelesen habe.

Es ist eine schöne Möglichkeit etwas über das Leben im Land zu lernen und sich schon vorab in die Richtige Stimmung zu versetzen. Solltest du also in nächster Zeit nach Marokko reisen wollen, findest du hier eine Auswahl an Büchern, die du vielleicht vorher noch lesen kannst.

Schick mir gerne eine Nachricht, wie dir das Buch gefallen hat.

Alice Morrison – Adventures in Morocco

Dieses Buch ist nur auf Englisch verfügbar. Es ist aber sehr gut verständlich geschrieben und definitiv lesenswert. Und es ist das einzige Buch auf dieser Liste, dass kein Roman, sondern autobiographisch ist.

Alice ist im Jahr 2014 nach Marrakesch gezogen, um an einem Ultra-Rennen quer durch den Atlas teilzunehmen. In diesem Buch berichtet sie über ihre Abenteuer und Erlebnisse in den verschiedenen Landesteilen Marokkos. Vom Leben in Marrakesch und Essaouira, dem Rennen im Atlas und dem Marathon des Sable bis zu spannenden Begegnungen mit den Einheimischen im Hohen Atlas fühlt man sich immer, als wäre man selbst dabei gewesen.

James von Leyden – Schatten über Marrakesch

Ich fand das Buch am Anfang etwas träge und schleppend, was aber möglichweise Absicht des Autors war, um einen in die passende Stimmung zu versetzen. Die Geschichte spielt während des Ramadans im Sommer 2011 während einer ungewöhnlichen Hitzewelle.

Die Geschichte dreht sich um den Tod einer jungen Marokkanerin, die zu Beginn des Ramadans an einer Moschee gefunden wird. Es gibt mehrere Erzählstränge, die aus Sicht eines lokalen Polizisten, ein paar Expats und einer Touristin erzählen und die alle irgendwie mit der Toten in Verbindung stehen. Nebenbei werden viele verschiedene Aspekte des Alltags in Marrakesch beleuchtet.

Im Laufe der Geschichte nimmt das Buch auch Geschwindigkeit auf und man möchte es irgendwann nicht mehr zur Seite legen.

Linda Holeman – Der Duft von Safran

The Saffron Gate erzählt die Geschichte von Sidonie, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Kanada geboren wurde und 1930 nach Marokko reist, um ihren Verlobten zu finden. Es gibt zwei Erzählstränge, die Reise nach Marokko und (im Schnelldurchgang) ihre Lebensgeschichte, die irgendwann ineinander übergehen.

Nach einer von ihrer Polioerkrankung geprägten Kindheit und Jugend, blüht ihr Leben auf als sie den französischen Arzt Etienne kennenlernt. Nach einer kurzen Liebschaft verschwindet er aber plötzlich wie von Erdboden.

Sie vermutet ihn in Marrakesch, wohin sie nach einigen Widrigkeiten ihren Weg über Tangier findet.

Ich mochte das Buch trotz einiger kleiner Fehler (z.B.: man kann das Kreuz des Südens in Marokko nicht sehen) sehr gerne. Es ist nett geschrieben, manchmal spannend, manchmal lustig. Und man bekommt einen tollen Einblick in die Zeit, als die Franzosen das Land besetzt hielten.

The sons of Fes von Kay Hardy Campbell

Leider nur auf Englisch verfügbar.

Eine etwas andere Geschichte, in einer Welt in der Djinns, Ghouls und Zeitportale existieren. Eine Gruppe amerikanischer Sprachschüler ist für mehrere Wochen in Fes und in dieser Zeit entdeckt einer von ihnen ein Zeitportal, durch das man in das 14. Jahrhundert gelangt. Damals war Fes zwar optisch sehr ähnlich, aber sonst doch eine komplett andere Welt.

Die Geschichte erzählt davon, wie der Schüler zusammen mit dem marokkanischen Tourguide der Gruppe einen Raub und den Sturz des Sultans durch einen Schurken verhindert.

Auch wenn die Geschichte natürlich völlig irreal ist, ist das Buch trotzdem sehr unterhaltsam und schön geschrieben. Und es macht Spaß sich vorzustellen, wie es wohl in Fes im 14. Jhd so zu ging.

What lies within von Annabelle Thorpe

Auch leider nur auf Englisch verfügbar.

Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe, Betrug und Verrat. Freya zieht mit ihrem Mann von London nach Marrakesch, nachdem ihnen ihr bester Freund Hamad dort Jobs angeboten hat. Im Glauben, dass der Umzug ihre Ehe wieder in Schwung bringen wird, stürzt sich Freya in das neue Leben und die ihr fremde Kultur.

Aber wie so oft, kommt alles anders als man denkt. Freundschaften werde auf die Probe gestellt, in der Ehe läuft es eher schlechter als zuvor und es ist fraglich, ob Marrakesch wirklich ein neues Zuhause sein kann.

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es hat Tempo, ist interessant mit spannenden Charakteren und vielen unvorhersehbaren Wendungen in der Story.

The Saffron Trail von Rosanna Ley

Auch dieses Buch gibt es anscheinend nur im englischen Original.

Es ist die Geschichte von 3 Frauen, die zufällig zusammenfinden. Nell reist nach dem Tod ihrer Mutter nach Marrakech, um durch einen Kochkurs mehr über die marokkanische Küche, insbesondere Safran, herauszufinden. Im Hotel trifft sie auf Amy, die im Kurs Fotos für ein Kochbuch macht und darüber hinaus Fotomotive für ein Marokko Festival in ihrer Heimatstadt sucht.

Die beiden freunden sich an und versuchen zusammen, mehr über Amys vor Jahren verschollenen Großonkel herauszufinden, dessen letztes Lebenszeichen eine Postkarte aus Marokko war.

Parallel wird die Lebensgeschichte von Amys Großtante Lillian erzählt, sowie die ihres verschollenen Sohns Glenn, aus seiner Zeit in Marokko.

Das Buch ist sehr schön geschrieben und vermittelt einen guten, realistischen Eindruck von Marokko.

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