Marokko ist eines der interessantesten und abwechslungsreichsten Länder der Welt. Es gibt viele Gründe Marokko zu besuchen. Nicht nur Kultur und Menschen, auch die Natur und Architektur des Landes laden einen zu einer, oder auch mehreren Reisen ein.

Hier habe ich eine Übersicht über die 49 besten Sehenswürdigkeiten in Marokko zusammengestellt. Im Text findest du Links zu den detaillierteren Artikeln über die jeweiligen Städte. Und hier findest du meinen generellen Marokko Reiseführer.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Marokko in Marrakesch und Umgebung

Koutoubia Moschee in Marrakesch

Die Koutoubia Moschee war die erste Freitagsmoschee Marrakeschs und verlieh der Stadt bereits im 12. Jahrhundert ihren Status als unabhängige Stadt. Heutzutage gilt sie immer noch als eine der größten Moscheen der Welt, in die etwa 25.000 Menschen passen.

Das 70 m hohe Minarett ist aus fast 30 km Entfernung sichtbar und damit das wichtigste Wahrzeichen von Marrakesch. Es ist nicht übermäßig dekoriert, um nicht von der allgemeinen Architektur des Gebäudes abzulenken. Dennoch wurde der Stil einige Male kopiert, z.B. im Hassan-Turm in Rabat.

Wie in den meisten Moscheen auf der ganzen Welt ist auch hier der Zutritt für Nicht-Muslime verboten. Man muss sich also mit dem schönen Äußeren und dem umgebenden Park begnügen.

Jmaa el fna in Marrakesch

Eine der Hauptattraktionen in Marrakesch und eines der unterhaltsamsten Erlebnisse ist ein Abend auf dem Jemaa al fna, dem Hauptplatz der Stadt. Ich empfehle, den Sonnenuntergang von einer der Dachterrassen zu genießen und dabei an einem Orangensaft oder einem traditionellen Minztee zu nippen.

Später kann man über den Platz spazieren und den Geschichtenerzählern zuschauen oder traditioneller Musik lauschen. Die besten Geschichtenerzähler findet man, indem man nach dem größten Menschenknäuel Ausschau hält. Und auch wenn man keine der lokalen Berbersprachen versteht, ist es wirklich faszinierend anzuschauen.

Madrasa ben Youssef in Marrakesch

Die Medersa stammt aus der Saadierzeit. Die Wände sind aufwendig dekoriert und mit Mosaiken, Stuck und Holzschnitzereien bedeckt. Die Medersa Ben Youssef war einst die größte Koranschule Nordafrikas und war von Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1960 in Gebrauch.

Bahia Palast in Marrakesch

Der Bahia Palast ist wahrscheinlich das schönste Gebäude in ganz Marokko. Wenn ihr ein Fan von Mosaiken, schönen Fenstern und prunkvollen Türen seid, dann ist dies ein absolutes Muss. Der Palast wurde in den 1890er Jahren erbaut und der Legende nach wurde er vom Herrscher von Marrakesch, seiner Familie und Dutzende von Konkubinen bewohnt. Man kann die Innenhöfe und viele Räume besichtigen. Allerdings wird ein Teil des Gebäudes gelegentlich als Unterkunft für wichtige Gäste genutzt und ist nicht für die Besucher zugänglich.

Eine der schönsten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Marokko, der Bahia Palast in Marrakesch. Großer Innenhof mit hellen Bodenfliesen, umgeben von weißen Säulen, die von blauen Bögen überspannt werden. Grün gefliestes Dach. Kleiner Wasserbrunnen im Innenhof.
Bahia Palast

Jardin Secret in Marrakesch

Natürlich gibt es berühmtere Gärten in Marrakesch, den Jardin Majorelle und den Mamounia-Garten, aber sie sind sehr überlaufen. Deshalb empfehle ich den Besuch vom Le Jardin Secret in der Medina. Es ist ein wunderschöner kleiner Garten im Innenhof eines alten Riads.

Le Jardin Secret

Der eine Teil ist ein traditioneller islamischer Garten mit geometrischer Gestaltung, der andere ein „chaotischer“ exotischer Garten mit Pflanzen aus aller Welt. Ein weiterer Grund für einen Besuch ist, sich über die einzigartige Art und Weise zu informieren, wie der Garten bewässert wird.

Jardin Marjorelle in Marrakesch

Der Jardin Majorelle wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts vom Maler Jaques Majorelle angelegt. Er ist über 9000 qm groß und ist mit einem Sammelsurium an exotischen Pflanzen ausgestattet. Zusätzlich gibt es mehrere Gebäude, die in knallblau und gelb gestrichen sind. Yves Saint Laurent und Pierre Bergé haben den Garten in den 80ger Jahren vor dem Verfall gerettet. Es gibt auch ein Café und ein Museum.

Ouzoud

Eines der beliebtesten Ziele für einen Tagesausflug ab Marrakesch sind die Ouzoud-Wasserfälle. Sie liegen sehr idyllisch gelegen im Atlasgebirge und fallen über mehrere Stufen insgesamt 110 m in die Tiefe. Damit sind sie die höchsten, und auch die wasserreichsten Wasserfälle in Marokko.

Es gibt viele kleine Restaurants, einige sogar mit spektakulären Aussichten auf die Wasserfälle.

Wasserfall über mehrere Etagen. rötlich-braunes Gestein mit etwas grünem Bewuchs. Ouzoud Wasserfälle, beliebtes Ausflugsziel und Topsehenswürdigkeit in der Umgebung von Marrakesch in Marokko

Unten angekommen kann man in eines der kleinen Boote steigen, um die Wasserfälle aus der Nähe zu betrachten und eventuell eine Dusche zu nehmen, und man kann auch schwimmen gehen.

Imlil

Imlil ist der Ausgangspunkt für die meisten Abenteurer, die den höchsten Berg Nordafrikas, den Jebel Toubkal (4167 m), besteigen wollen. Aber auch wenn man nur ein bisschen wandern will, gibt es jede Menge Wanderwege von Imlil aus. Außerdem ist das Dorf wunderschön gelegen und die Aussicht ist großartig.

Es gibt viele Wanderwege, die dich zu kleineren Dörfern führen, wo du mit einer Berberfamilie zu Mittag essen oder Tee trinken kannst. Wenn du keinen Mietwagen hast, ist es wahrscheinlich am besten, eine organisierte Tour ab Marrakesch mit einem Wanderführer zu buchen.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Marokko an der Atlantikküste

Hassan II Moschee in Casablanca

Dies ist die einzige aktive Moschee, die Nicht-Muslimen in meinem derzeitigen Heimatland Marokko offensteht. Sie ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend, da sie an der Küste, fast im Atlantischen Ozean, liegt.

Die wunderschön dekorierte Decke ist an einem beweglichen Dach befestigt, so dass, wenn das Wetter es zulässt, die Gebete unter dem blauen Himmel abgehalten werden. Entgegen vieler Gerüchte (sogar in einigen Reiseführern) gibt es keinen Glasboden mit Blick auf den Ozean darunter.

Der Innenhof ist von langen Arkaden umgeben, die etwas Schatten spenden. Es gibt insgesamt 41 Fontänen, die alle im traditionellen Zellige-Stil (Mosaik) dekoriert sind. Es gibt auch mehrere Tore in die Moschee, die die meiste Zeit geschlossen, aber von beeindruckender Größe sind.

Kasbah des Oudayas in Rabat

Die Kasbah des Oudayas in Rabat ist der älteste Teil der Stadt. Im Grunde ist es ein kleines, gut befestigtes Wohnviertel auf den Klippen in der Ecke, wo der Bou Regreg Fluss in den Atlantik fließt. In der Kasbah sind alle Häuser in blau und weiß gestrichen. Es gibt jede Menge tolle Fotomotive und mehrere Aussichtspunkte über den Fluss, das Meer und den Strand.

Rabat Medina

Die Medina in Rabat ist sehr übersichtlich, da die Straßen und Gassen alle senkrecht zueinander liegen. Man kann hier sehr entspannt nach Souvenirs suchen, sich einfach treiben lassen und sehr leckeres Streetfood finden. Einfach gucken, wo die Einheimischen um die Mittagszeit Schlange stehen.

Hassan Turm in Rabat

Der Hassan Turm ist die berühmteste Sehenswürdigkeit in Rabat. Er sollte mal das Minarett der größten Moschee in Marokko werden. 1192 von Youssef al Mansour in Auftrag gegeben, wurde der Bau nach seinem Tod eingestellt. Der Plan war, dass der Muezzin innerhalb des Turmes auf einem Pferd nach oben reiten könnte, um das Gebet auszurufen.

Auf dem Platz vor der Moschee kann man die Säulensockel sehen, die die große Halle der Moschee hätten tragen sollen.

Man findet hier auch das Mausoleum von Mohammed V und Hassan II, das zum Teil für Touristen zugänglich ist.

Skala de la Kasbah Essaouira

Die Skala de la Kasbah ist die alte Befestigungsanlage der Medina von Essaouira. Man kann hier auf die Stadtmauer steigen und entlang der vielen alten Kanonen den Sonnenuntergang über dem Atlantik bestaunen. In der direkten Umgebung gibt es viele kleine Shops mit Holzarbeiten, Keramiken und an einer der Mauern verkauft eine Einheimische sehr schöne von ihr gemalte Bilder mit Motiven der Stadt.

Skala du port Essaouira

Die Skala du port ist ein weiteres Highlight in Essaouira. Sie bildet im Grunde die Grenze zwischen Medina und Hafen und bietet tolle Aussichten auf beide. Der Eingang ist rechts neben dem großen Tor auf der Seite der Medina und man muss 60 DH Eintritt zahlen.

Fischmarkt und Hafen Essaouira

Unterhalb der Skala du port ist der Hafen mit dem Fischmarkt und einigen kleinen Restaurants. Hier kommen die Fischerboote an und man kann zusehen, wie die Sardinen verladen werden. Die kleineren Boote bringen andere Fische, wie Seeteufel, Doraden und den ein oder anderen Hai an Land. Man kann sich hier in Ruhe umsehen, Fotos machen und die Fische auswählen, die man zu Mittag oder Abend essen möchte. Gegen einen kleinen Aufpreis werden sie küchenfertig geputzt.

Paradise Valley

Paradise Valley wird gerne als Tagesausflug von Agadir aus angeboten. Man kann aber auch mit einem Mietwagen gut alleine hinfahren. Das Tal, das den Großteil des Jahres Wasser führt, erinnert an die Wadis im Oman. Man kann schwimmen gehen, es gibt ein paar Teestuben und kleine Restaurants, die Tagines servieren.

Als ich dort war, lag leider jede Menge Müll rum. Allerdings soll es jetzt die ein oder andere Aufräumaktion gegeben haben.

Ain el Hajar

Ein interessanter Tagesausflug von Essaouira, 45 Autominuten nördlich liegt Ain el Hajar, was übersetzt „Quelle der Steine“ bedeutet. Hier werden Mühlsteine aus dem Felsen gehauen und an die umliegenden Dörfer verkauft, wo noch von Hand gemahlen wird. Wenn man ein bisschen herumläuft, kann man sehen, warum dieser Ort dafür gut geeignet ist. Der Boden besteht aus Steinplatten, die von Natur aus die richtige Größe und manchmal sogar fast die richtige Form haben.

Tafedna Strand

Wenn du auf der Suche nach einem einsamen und malerischen Strand bist, solltest du einen Ausflug nach Tafedna machen. Dieses kleine Dorf liegt direkt am Meer und hat einen sehr schönen Strand, der unter der Woche praktisch leer ist. Als wir dort waren, konnte man für 20 DH einen Sonnenschirm für den Tag mieten und es gibt einige kleine Läden und Restaurants.

Der Strand ist toll zum Schwimmen und Baden, aber es gibt keine andere Unterhaltung, außer den kleinen Fischerbooten zuzusehen, die am Nachmittag ihren Fang einbringen. Außerdem gab es keine Rettungsschwimmer, man sollte also ein geübter Schwimmer sein.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Marokko in Fes und Umgebung

Medersa Bou Inania in Fes

Die Madrasa Bou Inania muss man auf jeden Fall besuchen, wenn man in Fes ist. Sie ist eines der sehr wenigen islamischen Gebäude in Marokko, die für nicht-muslimische Besucher zugänglich sind, und eine der größten und wichtigsten Koranschulen in Marokko.

Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist im klassischen Design erbaut: ein zentraler Innenhof mit einem Wasserbrunnen, umgeben von Gebets- und Schulräumen im Erdgeschoss. Im Obergeschoss findet man sehr kleine Räume, in denen die Schüler schlafen und studieren konnten.

Die Wände, die den Hof umgeben, sind spektakulär mit Kacheln, Stuck und Zedernholzschnitzereien sowie einigen Kalligraphien verziert, die Verse aus dem Koran darstellen.

Foundouq al Najjarine in Fes

Ein weiterer meiner Lieblingsorte in Fes ist der Foundouq al Najjarine. Ein Foundouq war früher ein „Hotel“ oder eine Karawanserei, in dem die Händler für einige Tage in den Zimmern im Obergeschoss übernachten konnten, während sie im Erdgeschoss ihre Handelsgeschäfte abwickelten. Dieser geht auf das frühe 18. Jahrhundert zurück.

Der Foundouk al Najjarine liegt mitten im Gebiet der Holzarbeiter, so dass es nicht verwundern sollte, dass er heute das Museum für Holz und Holzarbeiten beherbergt.

Die traditionellen Gerbereien in Fes

Eine der größten Attraktionen in Fes ist der Besuch und das Fotografieren der Gerbereien. Vor allem die größte, die Gerberei Chouara, ist heutzutage wahrscheinlich der am meisten fotografierte Ort in Fes. Ich bin sicher, dass jeder die farbenfrohen Fotos der Gerberei in Fes schon auf Instagram gesehen hat.

In Fes wird Leder immer noch auf die gleiche Art wie vor Hunderten von Jahren gegerbt, mit Taubenkot, Branntkalk und Rinderurin (daher der Geruch!) sowie mit natürlichen Farben. Die Männer treten dann in diesen riesigen Kesseln auf dem Leder herum und machen es weich, während sie gleichzeitig ihre eigene Haut diesen starken Chemikalien aussetzen. Obwohl sie ein gutes Gehalt verdienen, ist ihre Lebenserwartung eher kurz.

Medersa Bou Inania in Meknes

Diese wunderschöne Koranschule in Meknes stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist auf jeden Fall die 70 DH Eintrittsgebühr wert. Die Medersa hat den typischen Grundriss mit einem zentralen Innenhof, der von Schulräumen umgeben ist, während der obere Bereich aus kleinen Schlafräumen für die Schüler besteht.

Die Gestaltung der Mauern, die den Hof umgeben, ist auch in anderen Schulen und Palästen zu finden. Der untere Teil besteht aus farbenfrohen Mosaiken, der mittlere Teil aus schön gestaltetem Stuck und der obere Teil aus geschnitztem Zedernholz.

Hedi As Souani in Meknes

Ein meist unterschätzter Ort ist Heri as Souani, die ehemaligen Kornspeicher und Pferdestall der Stadt. Der Getreidespeicher ist riesig, und es ist schwer vorstellbar, dass er bis zum Rand mit Getreide für die Pferdearmee gefüllt war, die Moulay Ismail besaß. Man sagt, dass er bis zu 25.000 Pferde in den Ställen direkt hinter dem Kornspeicher stehen hatte.

Und vielleicht stimmt es auch, denn die Ställe sind riesig. Du kannst jedoch nur einen Teil davon besichtigen, da sie 1755 bei einem Erdbeben zerstört wurden und nicht alles stabil genug oder restauriert ist.

Bab Mansour in Meknes

Das Bab Mansour gilt als das schönste Stadttor in ganz Marokko. Und nach allem, was ich bisher gesehen habe, muss ich dem zustimmen. Es ist nicht nur riesig, es ist auch aufwendig dekoriert und mit einigen Säulen versehen, die Moulay Ismail aus Volubilis „mitgenommen“ hat. Es in der Eingang in die Ville Imperial, die Königsstadt.

Am besten bewundert man das Bab Mansour vom Place el Hedim oder einem der umliegenden Dachcafés aus am späten Nachmittag, wenn die Sonne auf darauf scheint.

Volubilis

Wenn du ein Fan von römischen Ruinen und Mosaiken bist, dann bist du hier genau richtig! Man nimmt an, dass Volubilis die Hauptstadt des ehemaligen Reiches von Mauretanien war, bevor die Römer um 50 n. Chr. die Herrschaft übernahmen. Die Stadt wuchs auf 10.000 bis 20.000 Einwohner an und hatte damit eine recht beachtliche Größe.

Um ca. 300 n. Chr. Wurde Volubilis von den Römern verlassen, als die Berber sich gegen die Besetzung wehrten. Später wurden die Ruinen durch ein Erdbeben weiter zerstört. Nach und nach nahmen sie die römischen Strukturen für Baumaterial auseinander, und Moulay Ismail nahm viel Marmor für seine neue Hauptstadt Meknes mit.

Heutzutage kann man in den Ruinen viele interessante Dinge finden, und der Ort steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes in Marokko. Es gibt viele Mosaike, Badehäuser, Ölmühlen und natürlich religiöse und pompöse Bauwerke, wie den Triumphbogen.

Sefrou

Sefrou ist eine wirklich niedliche und farbenfrohe kleine Stadt im Mittleren Atlas, toll geeignet für einen Tagesausflug ab Fes. Man sagt, dass Sefrou tatsächlich älter als Fes ist und aufgrund seiner Lage an einer der großen, wichtigen Karawanenstraßen sehr wohlhabend war. Es war der letzte mögliche Zwischenstopp, bevor es in die höheren Berge auf dem Weg zum Tafilalet und von dort quer durch die Sahara ging.

Es gibt einen Wasserfall etwas außerhalb, den man besuchen kann, bevor man in die Stadt fährt, um einen Spaziergang durch die Medina und über den Markt zu machen. Es ist ein großartiger Ort, um Einblicke in das marokkanische Leben zu erhalten, da es keine touristische Infrastruktur gibt. Es gibt keine Hotels, keine touristischen Restaurants, nur unverstelltes, alltägliches Leben. Direkt am Stadttor gibt es einen kleinen Platz, auf dem man sitzen, den berühmten marokkanischen Minztee trinken und Leute beobachten kann.

Die Medina wird von einem kleinen Fluss, in zwei Hälften geteilt. Die untere Hälfte der Medina besteht hauptsächlich aus der Mellah, dem jüdischen Viertel. Bis Mitte der 60er Jahre gab es in Sefrou noch eine große jüdische Bevölkerung.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Marokko im Norden

Chefchaouen

Der interessante Teil von Chefchaouen ist die blaue Medina. Es ist wirklich schwer einzelne „Sehenswürdigkeiten“ hervorzuheben, da fast jede Ecke fotogen ist. Du solltest also einfach herumlaufen, dich verlaufen und so viele Fotos machen, wie dein Herz begehrt. Da die Medina wirklich klein ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, du wirst immer den Weg zurückfinden.

Tanger Medina

Wie in jeder anderen marokkanischen Stadt ist auch die Medina von Tanger einen Besuch wert. Die Medina von Tanger ist sehr farbenfroh, man findet alles von gelb über rosa bis hin zu grün auf dem unteren Teil der Häuser.

Man kann sich leicht verlaufen, aber keine Sorge, die Medina ist nicht groß genug, dass das tatsächlich ein Problem darstellt. Folge einfach deiner Nase und erkunde diese Gegend.

Eine sehr hübsche Straße ist die Hauptstraße, die den Grand Socco mit der Großen Moschee von Tanger verbindet, die Rue Siaghine. Auf halbem Weg kannst du am Petit Socco einen Kaffee trinken.

St. Andrew’s Kirche in Tanger

Gleich die Straße hoch vom Grand Socco findet man die St. Andrew‘s Kirche. Es ist eine eher kleine Kirche in einem wunderbar verwilderten Kirchhof, der alte Gräber ehemaliger, meist englischer Einwohner Tangers beherbergt.

Innen findet man eine wirklich interessante Mischung aus anglikanischer und marokkanischer Architektur und Designelementen.

Grab des Ibn Battuta in Tanger

Hast du jemals von Ibn Battuta gehört? Er war sozusagen der Marco Polo der islamischen Welt. Er wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts in Tanger geboren und reiste im Laufe seines Lebens bis nach China und zurück sowie durch Teile Ost- und Westafrikas. Seine Berichte wurden von einem berühmten Schriftsteller der damaligen Zeit aufgeschrieben, gingen aber für einige Jahrhunderte irgendwie verloren. Heute ist er eine berühmte Persönlichkeit in der islamischen Welt, und sein Grabmal befindet sich hier in Tanger.

Es ist ein wenig versteckt im westlichen Teil der Medina und eher unscheinbar. Aber ich denke, es ist ein großartiger Ort, um einem der größten Reisenden aller Zeiten Respekt zu zollen.

Herkules Grotte               

Die Herkuleshöhle, oder Herkulesgrotte, ist vielleicht die bekannteste der Attraktionen von Tanger, befindet sich aber tatsächlich einige Kilometer westlich der Stadt. Heutzutage ist sie leicht zu besichtigen, da der Weg hinunter in die Höhle gepflastert ist, so dass man sie bei jedem Wetter sicher erkunden kann.

Der Eingang der Grotte zur Meerseite hin sieht aus wie ein spiegelverkehrter Umriss von Afrika und ist ein sehr beliebtes Fotomotiv.

Cap Spartel

Wenn man die Straße nimmt, die an der Küste entlangführt, sollte man unbedingt abbiegen, um unterwegs Cap Spartel zu besuchen. Es ist der Punkt, an dem der Atlantik auf das Mittelmeer trifft, obwohl ich das, wenn ich auf die Karte schaue, eher fragwürdig finde.

Assilah

Assilah ist eine sehr niedliche und gemütliche Kleinstadt am Atlantik. Jedes Jahr findet hier ein Festival statt, bei dem Künstler interessante Bilder an die Hauswände in der Medina malen. Das heißt, man muss eigentlich jedes Jahr wiederkommen, um die neuen Kunstwerke zu sehen.

Die Medina ist sehr klein, hauptsächlich in weiß und blau gehalten und es gibt relativ wenig Touristen hier. Trotzdem, oder gerade deswegen, lohnt sich ein Besuch.

Tetouan

Tetouan liegt im äußersten Norden Marokkos, in der Nähe des Mittelmeers. Tetouans Medina ist eine der kleinsten in Marokko, aber eine der am besten erhaltenen. Sie hat weiß getünchte Wände und ist auf die Seite eines Hügels gebaut, was sie sehr fotogen macht.

Die gesamte Medina ist immer noch von einer großen Mauer umgeben, und man kann sie nur durch eines der sieben Stadttore betreten. Teile der Medina sind mit grünen Holzdächern bedeckt, die im Sommer den nötigen Schatten spenden.

Die Medina grenzt an das Spanische Viertel, das ebenfalls in weiß gehalten ist, aber viel neuer und mit den typisch spanischen Balkonen. Es ist dieser Kontrast, der Tetouan zu einer meiner Lieblingsstädte in Marokko macht.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Marokko – der Süden

Taroudannt

Taroudannt wird auch häufig, und nicht zu Unrecht, Klein-Marrakesch genannt. Die Stadt ist deutlich kleiner und von einer sehr beeindruckenden, intakten Stadtmauer umgeben. Aber wenn man hier umherläuft, kann man sich sehr gut vorstellen, wie Marrakesch wohl vor den großen Touristenmassen war.

Am meisten lohnt sich ein Besuch der Souks, man wird hier nicht belästigt und kann in Ruhe nach ein paar authentischen Souvenirs suchen.

Legzira Strand

Legzira war berühmt für seinen Elefantenfelsen, ein Bogen aus dem für die Region typischen roten Gestein. Leider ist er vor ein paar Jahren zusammengebrochen. Es gibt aber noch viele weitere Felsbögen am Stand, sie sind nur nicht so eindrucksvoll.

Der kleine Ort hat ein paar Hotels und Appartements mit Blick auf den Atlantik.

Tiznit

Auch Tiznit ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Allerdings ist die Stadt insgesamt eher jung, sie wurde um 1880 gegründet. Es gibt nicht viel zu sehen, aber die Medina hat einen entspannten Charme und Tiznit ist berühmt für seine Silberverarbeitung. Wer also auf der Suche nach einem einzigartigen Schmuckstück ist, ist hier richtig.

Tamegroute

Tamegroute ist berühmt für seine Töpferarbeiten. Die hier hergestellten Kacheln werden für die Dächer von Moscheen und anderen heiligen Städten verwendet. Aber es gibt auch jede Menge Haushaltsgegenstände, die aus dem typisch in dunkelgrün gehaltenen Ton angefertigt werden und begehrte Souvenirs sind.

M’Hamid/Erg Chigaga

M’Hamid ist neben Merzouga das zweite Tor in die Dünen der Sahara. Allerdings ist es vergleichsweise verschlafen, es gibt ein paar Auberges und kleine Restaurants, aber sonst ist es sehr ruhig. Außer wenn im März das Festival International des Nomades stattfindet. Dann steppt hier für ein paar Tage der Bär.

Wenn man hier in die großen Sanddünen will, unbedingt eine Tour ins Erg Chigaga buchen, die näheren Dünen sind lange nicht so beindruckend.

Hier kannst du mehr über die verschiedenen Wüsten in Marokko lesen.

Draa Tal bei Zagora

Das Draa Tal ist ab Zagora weitgehend ausgetrocknet, aber zwischen Ouarzazate und Zagora kann man die Millionen von Dattelpalmen bewundern, die hier wachsen. Es ist ein beeindruckender Anblick in der umgebenden Trockenheit.

Ait Ben Haddou

Ait Ben Haddou wurde vor etwa 1000 Jahren gegründet und war früher eine recht reiche Stadt, da sie die erste Station für alle Reisenden und Händler war, die aus dem Norden durch den Atlas kamen. Durch den Reichtum bestand also ein ziemlich großer Bedarf an Befestigungsanlagen, und man kann dies noch heute an fast jedem Gebäude sehen.

Seit die großen Karawanen der Vergangenheit angehören, verlor die Stadt an Bedeutung. Aber die Menschen erkannten schnell, dass das Leben in dieser Gegend einfach war und Ait Ben Haddou blieb bis vor kurzem noch bewohnt. Es wurde 1987 auf die Liste der UNECSO Weltkulturerbe Stätten gesetzt, und während der zunehmende Tourismus Geld brachte, führte er auch dazu, dass die Menschen in den „modernen“ Teil der Stadt auf der anderen Seite des Flusses zogen.

Ouarzazate

Ouarzazate ist als Stadt eher uninteressant. Aber, hier sind die flächenmäßig größten Filmstudios der Welt beheimatet. Und diese machen den Ort perfekt für einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden, sei es nach Zagora oder Merzouga.

Ebenfalls einen Besuch wert ist die Kasbah Taouirt am Rande der Stadt.

Dades Schlucht

Die Dades Schlucht ist vor allem auf Instagram berühmt geworden. An einer Stelle in der Schlucht windet sich die Straße in engen Serpentinen den Berg hoch und von oben hat man einen wunderbaren Blick auf die im Schneckentempo vorankommenden LKW. Viel schöner ist eigentlich der Rest des Tals mit seinen vielen Dörfern an den Hängen und den grünen Gärten am Flusslauf.

Todra Schlucht

Auch die Todra Schlucht ist am schönsten abseits der Touristenecke. Diese ist hier ein sehr schmaler Teil der Schlucht, in der leider Verkaufsstände und aufdringliche Guides das Bild zerstören.

Aber man kann hier Klettern und/oder Abseilen gehen. Und wenn man einfach ein bisschen weiterfährt kommt man auch in sehr schöne Abschnitte des Tals in denen man weitgehend alleine ist.

Tal der Rosen

Das Tal der Rosen liegt hinter Kelaat M’Gouna und ist meiner Meinung nach das schönste der Täler hier. Man kann sehr gut im Ort Bou Thrarar übernachten und von hier die eine oder andere Wanderung unternehmen.

Fossilien Museum Erfoud

Auf dem Weg in den Süden liegt kurz hinter Erfoud ein sehr schönes und informatives Fossilienmuseum. Es ist nicht zu übersehen, da vor dem Gebäude einige riesige Dinosaurierskelette stehen. Im Museum findet man jede Menge Fossilien aus der Umgebung, denn die Region war vor vielen Millionen Jahren mal ein Korallenriff.

Rissani

Auf dem Weg nach Merzouga kommt man unweigerlich in Rissani vorbei. Sonntag ist dort der große Markttag und die Stadt ist voll mit Menschen, die aus den umliegenden Dörfern kommen, auf Eseln reitend oder Pferdekarren fahrend. Man kann dort alles kaufen, von Obst und Gemüse bis hin zu Eseln und Schafen. Es macht wirklich Spaß, dem bunten Treiben zuzuschauen.

Merzouga/Erg Chebbi

Eines der beliebtesten Ziele in Marokko sind die berühmten Dünen von Merzouga. Viele Menschen träumen von einem Kamelritt in den Dünen und einer Nacht in einem Wüstencamp. Das alles und mehr findest du in Merzouga.

Petroglyphen Taouz

Wenn du wie ich ein kleiner Archäologie-Nerd bist, werden dir die Petroglyphen von Taouz gefallen. Es gibt Abbildungen von Gazellen, Schlangen und anderen Tieren, die in der Region heimisch waren, bevor sich die Sahara hierher ausgebreitet hat.

Es gibt anscheinend an mehreren Stellen in den umliegenden Bergen, wo man Petroglyphen finden kann, aber es gibt einen kleinen Bereich mit Parkplatz in der Nähe, der allerdings nur mit dem Geländewagen erreichbar ist.

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